Band-Szene


Comeback nach 20 Jahren Auszeit

Chaindogs gehen in Urbesetzung wieder auf die Bühne

Am 12. März 2005 gaben die CHAINDOGS bei einem Heimspiel in der Hohentenger Gögehalle ihr Abschiedskonzert. Das Motto damals: "Freunde trauert - Feinde feiert!". Jetzt hat sich die Band nach langer Auszeit zurückgemeldet und für den 7. März 2026 unter dem Motto "Unchainded" ihr Comeback-Konzert im Obermarchtaler "Kreuz" angekündigt. Der Vorverkauf startet am 1. Februar. 

 

Frühes Pressefoto, noch zu fünft, für das Chaindogs-Debütalbum, das 1998 live ohne Overdubs eingespielt wurde. Das Bild wurde aus dem Booklet gescannt. Foto: Promo
Frühes Pressefoto, noch zu fünft, für das Chaindogs-Debütalbum, das 1998 live ohne Overdubs eingespielt wurde. Das Bild wurde aus dem Booklet gescannt. Foto: Promo

Die Geschichte der CHAINDOGS begann eigentlich schon im Jahr 1992. Damals beschlossen einige 14jährige Jungs aus Völlkofen bei Hohentengen, eine Rockband zu gründen. Unter dem Namen The Rocks sammelten sie erste Bühnenerfahrung, traten bei der legendären "Arschloch-Party" in Schelklingen und in der damaligen Mengener Rock-Kneipe "Hecht" auf. 

Als The Rocks 1995 bei einer weiteren Biker-Party als "Kettenhunde von Bölkstoffkofen" angekündigt wurden, beschloss man die Umbennung der Band in CHAINDOGS. Zahlreiche weitere Konzerte in der Region, unter anderem als Einheizer für die Cover-Rockband Lancelot, Dannemann & Friends, Bullfrog und die Steve Schuffert Band aus Nashville/Tennessee, folgten und brachten den Newcomern schnell einiges an Auftrittserfahrung. 1998 wurde in Eigenregie das Debütalbum "Chaindogs Live" veröffentlicht. Im Jahr darauf erweiterte Markus Oßwald als Keyboarder das musikalische Spektrum der bisherigen Gitarrenband.

 

Chaindogs Ende der 90er-Jahre. Im Raum Oberschwaben hatte sich die Band bereits eine enorme Popularität erspielt und sogar einen Fan-Club gegründet. Foto: Ingo Rack
Chaindogs Ende der 90er-Jahre. Im Raum Oberschwaben hatte sich die Band bereits eine enorme Popularität erspielt und sogar einen Fan-Club gegründet. Foto: Ingo Rack

 War es anfangs noch lupenreiner Hardrock, so flirteten die CHAINDOGS nun mit Pop, Nu-Metal, Punk und Crossover. Die im Millenniumsjahr 2000 veröffentlichten Songs der zweiten CD "Ascend", unterstrichen diese Phase der Selbstfindung. Der sonnige Punk-Pop-Ohrwurm "Summertime" schaffte es sogar ins Airplay des südwestdeutschen Senders "Radio 7". Im Jahr zuvor wurde der CHAINDOGS-Fanclub gegründet, der die Monate darauf einen stetigen Mitgliederzuwachs verzeichnete.

 2002 hatten die CHAINDOGS zumindest hier in der Region alles erreicht. Die Konzerte - auch in großen Locations wie dem "E.D. Elephant" - waren gut besucht. Live-Auftritte bei diversen SWR 3- und Radio 7-Partys in Isny, Tuttlingen und anderen Städten folgten. Die auch für Festzelte gern gebuchte Band beschloss, nunmehr ganz auf Coverversionen in ihrem Repertoire zu verzichten. Noch im selben Jahr erschien beim Bad Saulgauer Label "Little Panda Records" das in München produzierte dritte Album "In Heat". Auch optisch zeigte sich ein Neuansatz. Während in den Nachwehen der Grunge-Welle in Rockmusiker-Kreisen immer noch zerschlissene Jeans und weite, verwaschene Karo-Hemden angesagt waren, traten die CHAINDOGS selbstbewußt, dem Trend entgegen, allesamt in stylischer weißer Kleidung auf.  

 

Die Band bei einer Fotosession zu ihrem dritten Album "In Heat". Foto: Ingo Rack
Die Band bei einer Fotosession zu ihrem dritten Album "In Heat". Foto: Ingo Rack

 Was folgte, war der Wunsch sich auch überregional zu etablieren. Die Band schloss Anfang 2003 einen Managementvertrag mit "R.O.M." ab, wo heute unter anderem die italienische All Female-Deep Purple Tributeband Strange Kind Of Women und Ex-Genesis-Sänger Ray Wilson unter Vertrag stehen. Von der Metzinger Künstleragentur wurden die CHAINDOGS als Vorband der Ingolstädter Hardrocker Bonfire auf eine zwölf Städte umfassende Tournee durch Deutschland, die Schweiz und Österreich geschickt. 

 Gemeinsame Gigs mit Fury In The Slaughterhouse, Die Happy und den H-Blockx folgten, und mit der Glamrock-Legende The Sweet wurde im Osten der Republik eine Mini-Tour absolviert. Die Band hatte damals mehr als ein Jahr lang das typische Los einer Vorband zu durchleiden, wollte diese Erfahrung aber nicht missen. Obwohl berufstätig, konnte man am professionellen Rock-Biz schnuppern. Es waren Monate, die zwar an der Substanz zehrten, die Band aber auch weiter zusammenwachsen ließ.

 

Chaindogs bei ihrem Abschiedskonzert in der Gögehalle in Hohentengen.
Chaindogs bei ihrem Abschiedskonzert in der Gögehalle in Hohentengen.

 Doch vor allem berufliche Gründe waren es schließlich, die zum Entschluss führten, diesen hohen Aufwand nicht weiter zu betreiben. So spielten die CHAINDOGS  am 12. März 2005 bei einem Heimspiel auf einer spektakulären 360-Grad-Bühne in der Hohentenger Gögehalle ihr Abschiedskonzert. Ein gemeinsames Nachfolgeprojekt von einigen Bandmitgliedern war zwar angedacht, wurde damals aber nicht realisiert.  

 

 20 Jahre nach der Auflösung nun also das überraschende Comeback am 7. März im Obermarchtaler "Kreuz". Tickets im Vorverkauf gibt es ab dem 1. Februar in Hohentengen bei Friseur Stumpp und in der Tankstelle Schmid sowie im Obermarchtaler "Kreuz". 

 

Men at work: Jens "Brian" Baur, Stephan Mau und Alex Fischer (von links) beim Chaindogs Abschiedskonzert vor großem Publikum im März 2005. Fotos: Miche Hepp
Men at work: Jens "Brian" Baur, Stephan Mau und Alex Fischer (von links) beim Chaindogs Abschiedskonzert vor großem Publikum im März 2005. Fotos: Miche Hepp

Aktuelles Line Up:

Alex Fischer (Bass), Jens „Brian” Baur (Gitarre),

Andreas Kern (Gesang), Stephan Mau (Gitarre)

und Oliver Seifried (Drums).

Discografie:

Chaindogs Live (1998 Eigenvertrieb),

Ascend (2000 Eigenvertrieb),

In Heat (2002 Little Panda Records).

 

 

Text: Miche Hepp